Defend Rojava Köln beginnt Aktionswochenende

Defend Rojava Köln beginnt Aktionswochenende:

Sofortige Aufhebung der Medienblockade! Berichtet über Leyla Güven!

Seit dem 7. November 2018 ist die HDP-Abgeordnete Leyla Güven im unbefristeten Hungerstreik. Ihre einzige Forderung ist die Aufhebung der Isolation Abdullah Öcalans. Mit derselben Forderung haben tausende Menschen in der Türkei, Kurdistan und Europa ebenfalls Hungerstreiks begonnen. In Straßburg streiken 14 Menschen seit dem 17. Dezember.

Bis auf vereinzelte, knappe Berichte wird zu diesem Hungerstreik seitens der deutschen Medien geschwiegen. Die deutschen Medien beugen sich aber nicht vor Erdogan – sie beugen sich vor dem deutschen Staat, der mit allen Mitteln verhindern will, dass die Proteste an die deutsche Öffentlichkeit gelangen und Deutschlands schmutzige Rolle in der Türkei und in Kurdistan thematisiert wird.

Auch Rojava ist davon betroffen. Die Errungenschaften und die Rolle der kurdischen Befreiungsbewegung in Rojava (Nordsyrien) in Sachen Frauenbefreiung, Selbstverwaltung, Demokratie, Ökologie, sowie Konfessions- und Völkerverständigung werden unter den Tisch gekehrt, weil sie deutschen Kriegs- und Wirtschaftsinteressen im Mittleren Osten zuwiderlaufen. Wenn in Deutschland niemand von Rojava hört, kann die Bundesregierung unbesorgt Erdogan grünes Licht für einen Einmarsch in Nordsyrien geben. Insofern ist die Isolation des kurdischen Volkes auch eine Bedrohung für Rojava.

Für uns kommt die Medienblockade gegenüber dem Todesfasten des kurdischen Volkes einer besonders verbrecherischen Form der Isolation gleich. Wenn es nicht ausreicht, die politische Führung einer Nation zu isolieren, dann wird die ganze Nation gleich mitisoliert.

Deswegen rufen wir zu einem 48-stündigen Hungerstreik in Köln auf, um die Aufhebung der Medienblockade zu fordern. Die Forderung von Leyla Güven ist legitim. Leyla Güven wird gehört werden, ob die Bundesregierung will oder nicht.

Defend Rojava Komitee Köln