Grußbotschaft an Straßburg

Grußbotschaft an den Straßburger Hungerstreik – von den AktivistInnen, die 48 Stunden im Hungerstreik waren

Liebe Genossinnen und Genossen,

wir schicken euch herzliche und solidarische Grüße aus Köln. Als eine Gruppe junger sozialistischer AktivistInnen haben wir einen 48-stündigen Hungerstreik begonnen, weil wir Teil der Lösung der aktuellen dringendsten Aufgabe der revolutionären Bewegung sein wollen.

Wir sind davon überzeugt, dass ihr die Notwendigkeiten und Aufgaben der Zeit erkannt habt und dass eure Aktion an vorderster Front im Kampf gegen Isolation und Faschismus ihre historische Mission erfüllt. Eure Forderungen, allen voran die Aufhebung der Isolation gegen den Führer des kurdischen Volkes, Herrn Öcalan, ist legitim. Isolation ist nicht nur ein physischer Zustand, sondern ein politischer Zustand, den es zu durchbrechen gilt. Auch der deutsche Staat führt die Isolation aus. Mit Repression und Kriminalisierung versuchen sie den KurdInnen ihre politische Identität zu nehmen, sie von den gesellschaftlichen Kämpfen in Europa zu isolieren und sie zu marginalisieren. Durch Repressionen, Kriminalisierung und Verbote hat sich noch einmal herausgestellt, dass nicht nur die Türkei, sondern auch Deutschland ein KurdInnenproblem hat.

Ein Teil jener umfassenden Isolation ist die Medienblockade. Obwohl Leyla Güven und hunderte Hungerstreikende das „kritische Stadium“ erreicht haben, schweigen die europäischen Medien größtenteils. Der Kampf gegen die Medienblockade ist somit auch ein Kampf gegen die Isolation des kurdischen Volkes.

Mit der Forderung „Hebt die Medienblockade auf! Berichtet von Leyla Güven!“ hat Defend Rojava Köln sich diesem Kampf angeschlossen. Durch Informationsstände vor dem WDR, eine Demonstration und weiteren kreativen Aktionen  haben wir eure Forderungen auf die Straßen getragen. Dies war ein Anfang. Wir werden weiterhin eine Stimme der Hungerstreikenden in Deutschland sein, bis die Isolation aufgebrochen ist.

Mit eurer Aktion zeigt ihr der revolutionären Bewegung in Europa den Weg. Wir haben eure Stimmen gehört und werden sie in der Schule, auf der Arbeit und in alle Bereichen des Lebens weitertragen.

Solidarische Grüße

17.03.2019

AktivistInnen von Defend Rojava Köln und Young Struggle