Gegen Isolation, die Zerstörung unserer Zukunft und Ausbeutung am 1.Mai auf die Straßen!

Der Frühling bricht an, frische Blumen kriechen aus allen Betonritzen und bald ist es wieder so weit: Der 1. Mai kommt!

Der 1. Mai ist der internationale Kampftag der Arbeiter*innenklasse. Und auch, wenn uns in der Schule oder Uni wahrscheinlich jeden Tag etwas anderes eingebläut wird, uns erzählt wird, wie „die Klassen sich auflösen“ und wir nicht unterdrückt, sondern einfach  zu faul/dumm/glücklos sind, bleibt der 1. Mai damit unser Kampftag: der Arbeiter*innen, der Unterdrückten, der Jugend, der Frauen, der LGBT*.

Im Gegensatz zu dem, was uns immer wieder erzählt wird, wird es immer schwieriger, im Kapitalismus ein würdevolles Leben zu führen: selbst wenn wir studieren, ist das heute keine Garantie mehr dafür, später mal einen sicheren Job zu bekommen. Und selbst, wenn ein paar von uns es doch schaffen, sich in diesem weltweiten Konkurrenzkampf durchzuboxen; was bringt uns noch das Geld, wenn unsere Erde im Klimachaos versinkt? Aber anstatt uns Jugendlichen in der FridaysFor Future-Bewegung zuzuhören, hat die bürgerliche Politik uns zuerst belächelt und fängt jetzt an uns zu bekämpfen, in ein schlechtes Licht zu rücken – denn es ist ihnen tausendmal lieber, uns Jugendliche, die verzweifelt für die Welt, in der wir einmal leben müssen, aufstehen, zum Schweigen zu bringen, als den guten deutschen Konzernen ihre Kohle zu nehmen. Außerdem können wir als Frauen* uns schon einmal darauf einstellen, uns doppelt durchboxen zu müssen, uns ständig mit Belästigung, Herabwürdigung usw. auseinandersetzen zu müssen – und natürlich davon, dass wir insbesondere für gleiche Löhne mindestens doppelt so viel kämpfen müssen.

Und abgesehen von unserer Zukunft: schon jetzt schaffen wir es als Studis und Azubis kaum, ein Dach über dem Kopf zu finden, weil Miethaie die Preise in solche galaktischen Höhen treiben, dass selbst das kleinste Loch in der Vorstadt schon Preise hat, die länger sind, als wir gucken können.

Die Liste an Themen könnte noch lange weitergeführt werden; denken wir z.B. an die Umstände, unter denen wir in Klassenräumen zusammengepfercht werden und „für unser Leben lernen“ sollen.

Es geht aber nicht nur um Dinge aus unserem direkten Alltag. Wir Arbeiter*innen und Unterdrückten sind überall in der Welt in der selben Situation und genau aus diesem Grund müssen wir auch noch viel stärker zusammenhalten als unsere Unterdrücker das leider tun. Seit einem halben Jahr sind politische Gefangene im Hungerstreik gegen die unmenschliche Isolationshaft, mit der der Anführer der kurdischen Freiheitsbewegung Öcalan seit Jahren gefoltert wird, aber die deutschen und europäischen Medien wie Politik schweigen darüber, während der deutsche Staat immer noch freundlich mit dem Diktator Erdogan zusammenarbeitet und im eigenen Haus die kurdische Bewegung selbst immer stärker unterdrückt, was sich zeigt in Verboten ihres Verlags, ihrer Zeichen, Demonstrationen und Polizeigewalt. Deshalb sind auch hier in Deutschland Menschen schon im unbefristeten Hungerstreik. Die einzige Chance, ihnen zu helfen, ist, ihre Forderungen nach außen zu tragen und alles zu tun, damit sie erfüllt werden.

Für einen kämpferischen 1.Mai!

Hoch die internationale Solidarität!

Young Struggle