5 Jahre Suruc – kein Vergeben, kein Vergessen!

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Es ist fünf Jahre her, dass der IS mit Unterstützung des türkischen Staates in Suruc ein Massaker verübt hat. 

2015 ist das Jahr des Kobane-Widerstandes. Der IS war schon bis in das Innere der Stadt vorgedrungen, als er von den Kräften der YPG und YPJ zurückgeschlagen wurde und die Bevölkerung der Autonomen Föderation Nordostsyrien, auch bekannt als Rojava, durch ihre Selbstverteidigung den Anfang vom Ende des IS einläutete. 

In Kobane wie überall in Rojava haben auch etliche Internationalist*innen mitgekämpft und die demokratische Revolution in Rojava verteidigt. Mit der Parole „Wir haben Kobane gemeinsam verteidigt, wir werden es gemeinsam wieder aufbauen!“ haben die jungen Kommunist*innen der SGDF in der Türkei und Nordkurdistan ein halbes Jahr lang eine Kampagne geführt, in der sie Hilfsgüter sammelten und Freiwillige, Internationalist*innen, einluden, einen Teil zum Wiederaufbau des zerstörten Kobanes beizutragen.

Bei ihrer Abschlusskundgebung in der nordkurdischen Grenzstadt Suruc fielen 33 hauptsächlich junge Menschen durch das Selbstmordattentat eines IS-Kämpfers, etliche Menschen wurden schwer verletzt. Im Nachhinein deutet alles darauf hin, dass der türkische Staat von dem Anschlag Bescheid wusste und ihn bewusst zugelassen hat. Nach der Explosion hat die Polizei Hilfe aktiv verhindert. 

DER STAAT KRIMINALISIERT BIS HEUTE DIE JUNGEN INTERNATIONALIST*INNEN.

DIE TÄTER SIND WEITERHIN UNGESTRAFT.

IST ES DAS, WAS SIE „GERECHTIGKEIT“ NENNEN?

Wir werden nicht aufhören, für Gerechtigkeit für die Gefallenen von Suruc zu kämpfen. Wir werden sie nicht vergessen, sondern ihre Erinnerung weitertragen: als Mahnung, dass sie nicht umsonst gefallen sind. Gerechtigkeit bedeutet Strafe für die Täter, und zwar alle: vom IS bis zum türkischen Präsidentenpalast und seinen Verbündeten im Bundestag!

Suruc war nur der Beginn eines blutigen Prozesses, mit dem die AKP versucht, ihre Macht zu sichern und die Entwicklung der revolutionären Kämpfe zu stoppen. Es folgten etliche mörderische Angriffe in Ankara, am Flughafen in Istanbul, in Beyoglu/Istanbul, Sultanahmet/Istanbul, Antep und im Reina-Nachtclub in Istanbul. 

Während die Menschen in Rojava den IS vertrieben und eine demokratische Gesellschaft, eine Revolution der Frauen schaffen, arbeitet der türkische Faschismus mit dem IS zusammen und bombardiert Rojava und die anderen Teile Kurdistans brutal.

VOR KURZEM FLOGEN WIEDER BOMBEN ÜBER KOBANE: DIESES MAL KAMEN SIE DIREKT AUS DER TÜRKEI. WAS SAGT DEUTSCHLAND?

Schon bei den früheren Angriffen auf Rojava waren es deutsche Waffen und deutsches Geld, die unseren Freund*innen und Genoss*innen das Leben nahmen. Wir lassen das nicht weiter zu! 5 Jahre nach Suruc heißt es wieder: „wir haben Kobane gemeinsam verteidigt, wir haben Kobane gemeinsam wieder aufgebaut, wir werden es wieder gemeinsam verteidigen!“ Gerechtigkeit für Suruc, Gerechtigkeit für alle!

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