Revolte in den USA

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Vor wenigen Tagen wurde wieder ein Mensch in den U.S.A. aufgrund seiner Hautfarbe ermordet. George Floyd, ein 46 Jahre alter Arbeiter aus Minneapolis wurde am 26.5. von 4 Polizisten brutal verhaftet. Der Vorwurf lautete, dass er mit einem gefälschten Schein/Check versucht hat Zigaretten zu kaufen. George hatte durch die Folgen der Corona Krise seinen Job als Türsteher verloren. Er ist wie Millionen andere Menschen in den USA arbeitslos.

Nachdem George von 4 Polizisten verhaftet wurde, haben die Polizisten ihn brutal hinter ihr Polizeiauto gebracht, obwohl mehrere Überwachungsvideos und Handyaufnahmen, die viral gegangen sind gezeigt haben, dass George sich nicht gewehrt hat und keinen widerstand leistete.

Mehrere Minuten lang knieten 3 Polizisten, darunter Derek Chauvin, auf Georges Nacken und Oberkörper. Der 4 Polizist Tou Thao versuchte unterdessen das Filmen des Mordes zu verhindern. Auf den Videos hört man klar und deutlich, wie George mehrmals „Ich kann nicht atmen!“ und „Mir tut alles weh!“ ruft. Zudem hört man auch, wie Passant*innen die Polizisten darauf aufmerksam machen, dass George nicht mehr ansprechbar ist. Nach insgesamt 8 Minuten und 46 Sekunden lies Derek Chauvin von Georges  leblosen Körper ab, als ein Krankenwagen eintraf.

Als Reaktion auf diesen brutalen rassistischen Mord kommt es seit mehreren Tagen zu Protesten und Brutalen Auseinandersetzungen mit der Polizei. Immer wieder gehen Videos viral, die die Polizeigewalt dokumentieren. So gibt es mehrere Videos, die zeigen, wie Demonstrant*innen von Polizeiautos angefahren wurden, friedliche Demonstrant*innen Pfefferspray ins Gesicht gesprüht bekommen und Menschen von Polizeipferden überrannt werden.

In Minneapolis selber wurde nach einigen Tagen der Proteste das Polizeipräsidium der Stadt, sowie mehrere Geschäfte von Großunternehmen in Brand gesetzt. Insgesamt hat es 3 Tage und massive Proteste gebraucht, damit Derek Chauvin verhaftet wurde.In einigen Bundesstaaten wurde die Nationalgarde mobilisiert, sowie eine Ausgangssperren verhängt. Bei den Protesten kam es nach mehreren Schießereien zwischen Polizei und Demonstranten zu drei Toten.

George Floyd war der Tropfen, der das Fass in den USA zum Überlaufen gebracht hat. Die Menschen erkennen, dass die Institution, die sie eigentlich beschützen sollte nur ein Instrument der reichen ist, um sich selber zu schützen. So wurde die Nationalgarde erst mobilisiert, als die Demonstranten die Kaufhäuser des Kapital angegriffen haben. Auch Präsident Trump hat verkündet, dass er den Schießbefehl gibt, wenn die Läden weiter geplündert werden.

Rassismus ist keine Erscheinung, die es erst seit kurzem gibt. Nicht in den USA und auch nicht hier in Europa. Auch hier gibt es genug Fälle rassistischer (Polizei-) Gewalt. Ob Ourry Jalloh, Solingen, Halle, Kassel, Celle, Hanau oder, wie vor kurzem in Köln am HBF. Rassismus ist auch ein Problem in Deutschland und das vor allem in der Polizei, dem Verfassungsschutz, der Bundeswehr und dem Parlament. Seit Jahrzehnten arbeiten der Staat und die Nazis Hand in Hand und auch hier ist es unsere Verantwortung auf die Straßen zu gehen und dem System dahinter ein  Ende zu bereiten. Denn der Rassismus kommt nicht von irgendwo her und die Täter sind keine Einzeltäter oder „Schwarzen Schafe“. Es ist das System, welches Rassismus produziert, damit wir nicht erkennen, wer der wahre Feind ist. Denn den wahren Feind erkennen wir nicht an der Hautfarbe, sondern am Besitz an Produktionsmitteln, sprich wie Reich und Mächtig er*sie ist. Wenn man also den Rassismus abschaffen möchte muss man also gegen das System dahinter auf die Straßen gehen.

Nieder mit  dem Kapitalismus!
Hoch die internationale Solidarität!