Inhaftierter revolutionär Dimitris Koufontinas im Hungerstreik

Der kommunistische Revolutionär Dimitris Koufontinas befindet sich seit dem 8. Januar im Hungerstreik. Er protestiert damit gegen die Verschärfung seiner Haftbedingungen. Hierbei wurde ein kürzlich eingeführtes Gesetz ausgenutzt, was die Rechte von Gefangenen mit lebenslangen Haftstrafen einschränkt. So wurde er aus einem landwirtschaftlichen Gefängnis in das Hochsicherheitsgefägniss Domokos entführt. Bei dem Gefängnis handelt es sich um ein Klasse C Gefängiss, in welchem nach dem „Antiterror“-Gesetz verurteilte Gefangene ihre Strafen absitzen. Der griechische Staat möchte so eine weitere Rache an Koufontinas üben, der als Mitglied der Revolutionären Organisation 17. November den bewaffneten Kampf gegen den griechischen Staat und den Imperialismus führte.


Der 17N führte von 1975 bis 2002 den bewaffneten Kampf in Griechenland und schaffte es dem griechischen Staat und den Imperialismus immer wieder Schläge zu versetzen. Der 17N befindet sich in der Tradition der griechischen Partisan:innen und der kommunistischen Kämpfer:innen im griechischen Bürgerkrieg. Zudem befindet sich die Organisation in der Tradition des Kampfes gegen, die vom Imperialismus, installierte Militärdiktatur in Griechenland vom 1967 bis 1974. Aus diesem Widerstand leitet sich auch ihr Name ab. Er bezieht sich auf den Aufstand im Polytechnikum in Athen im November 1973 gegen die Militärdiktatur, bei dem 23 aufständische Student:innen und Arbeiter:innen von der Militärjunta ermordet wurden.
Der 17N führte während seiner Zeit viele bewaffnete Aktionen durch und konnte vor allem durch die Bestrafung von Mitgliedern der Militärjunta sich einer hohen Zustimmung in der Bevölkerung sichern.


Die erste Aktion des 17N war die Erschießung des CIA-Stationschefs Richard Welch, welcher in vielen Teilen der Welt die Interessen des US-Imperialismus vertreten hatte. Danach folgten weitere Angriffe, auf Vertreter des Imperialismus, des griechischen Staates und des Kapitals, und auf ehemalige führende Mitglieder der Militärjunta, wie ehemalige Folterer der Junta.
Nach dem 2002 mehrere Mitglieder des 17N festgenommen werden konnten, entschied sich Koufontinas aus der Illegalität aufzutauchen, um die Geschichte seiner Organisation zu erzählen und deren revolutionären Ziele zu verteidigen. So schrieb er auch das autobiografische Werke „Geboren am 17. November“, in welchem er die Geschichte der griechischen Stadtguerilla erzählt. Er wurde vom griechischen Staat zu 11 mal lebenslänglich verurteilt, doch steht weiterhin zu seiner kommunistischen Überzeugung, was dem griechischen Staat offensichtlich ein Dorn im Auge ist, weshalb seine Haftbedingungen wieder verschärft wurden.


Gegen diese Verschärfung der Haftbedingung befindet sich Koufontinas nun seit mehr als 40 Tagen im Hungerstreik und sein Zustand ist sehr kritisch und er hat irreversible Schäden. Er befindet sich aktuell im Krankenhaus auf der Intensivstation. Aus Solidarität mit Koufontinas befanden sich weitere inhaftierte Revolutionäre zeitweise im Hungerstreik. Gleichzeitig geht der griechische Staat mit Härte gegen Solidaritätskundgebungen vor und löst diese mit Tränengas auf. Der griechische Staat fürchtet sich offensichtlich davor, dass die aktuellen Proteste gegen ein neues Universitätsgesetz und andere soziale Proteste sich der revolutionären Tradition in Griechenland bewusst werden und sich vom 17N und Koufontinas in ihrem revolutionären Kampf und Widerstand inspirieren lassen.


Damit der Hungerstreik erfolgreich ist, ist es auch notwendig, dass wir auch hier uns solidarisch mit Dimitris Koufontinas zeigen und Aktionen in Solidarität mit ihm durchführen.


Es lebe der revolutionäre Kampf für den Kommunismus Hoch die internationale Solidarität
Freiheit für alle politischen Gefangenen
Freiheit für Dimitris Koufontinas

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