Prozess gegen unseren Genossen: Wir halten zusammen!

Voraussichtlich am 08.06. soll einem unserer Genossen der Prozess wegen der Teilnahme an
Aktionen gegen Nazis und Querdenker gemacht werden.


Am 15.08.2020 wollte die rechtsextreme Partei „Die Rechte“ durch Ingelheim laufen. Antifaschist:innen, auch aus Frankfurt, stellten sich dagegen und versuchten, die Demoroute zu blockieren. Die Cops zeigten schon gleich nach der Ankunft ihre Bereitschaft, Blockaden mit allen Mitteln zu verhindern. Am Bahnhof wurden die Antifaschist:innen in den Tunnel gedrängt und dann dort für kurze Zeit eingekesselt und mit Pfefferspray angegriffen. Danach wurden die Antifaschist:innen unter Gewaltanwendung auf die angemeldete Kundgebung gedrängt und dort wieder eingekesselt. Hier kam es auch vermehrt zu grundlosen Angriffen auf Antifaschist:innen und sogar die Sanitätsstelle der Demonstration-Sanitäter*innen wurde einfach von den Cops umgerannt. Die Cops versuchten hier scheinbar möglichst viele Antifaschist:innen zu verletzten, denn am Ende des Tages gab es mehr als 100 Aktivist:innen mit verschiedenen Verletzungen.

Trotz diesen repressiven Maßnahmen konnte verhindert werden, dass die Nazis ihre Route laufen. Sie mussten schon nach wenigen Metern umdrehen, da andere Antifaschist:innen es schafften, auf die Route zu gelangen. Unserem Genossen wird vor allem im Zusammenhang mit seiner Festnahme Körperverletzung, tätlicher Angriff und Widerstand vorgeworfen. Bei der Festnahme gingen die Cops mit besonderer Aggression vor und verwendeten auch mehrmals Schmerzgriffe. Dieselben Vorwürfe wurden im Zusammenhang mit den Blockaden gegen die Querdenker-Demonstration am 14.11.2020 wiederholt.


Auch dort zeigten die Cops deutlich wieder, auf wessen Seite sie stehen. Mit Wasserwerfern, Pfefferspray und Knüppeln versuchten sie, die entstandenen Blockaden zu räumen.
Unser Genosse lief hinter dem Wasserwerfer her, der gerade eine Blockade räumte, als ein Bulle ihm ins Gesicht schlug. Danach wurde er bei einer Blockade von den Cops herausgezogen und weggetragen. Dabei stürzten die Cops mit unserem Genossen und als er auf dem Boden festgehalten wurde, knieten die Cops mehrmals auf dem Hals unseres Genossen. Es ist unglaublich, dass Frankfurter Cops dieselben Methoden bei Antifaschisten weiter skrupellos anwenden, die seit langem als Folter und Unmenschlich in der Kritik stehen und sogar zum Tod führen können. Während hessische Cops in Kassel Herzchen-Fotos mit Querdenkern machen, prügeln sie auf Antifaschist:innen ein ohne mit der Wimper zu zucken.


Bei dem Vorgehen der Cops gegen die Antifaschist:innen und auch gegen unseren Genossen sollten andere durch die Gewaltanwendung abgeschreckt werden. Doch uns ist klar, dass es legitim ist, sich Faschisten und anderen reaktionären Ideologien in den Weg zu stellen. Wir lassen uns in unserem Widerstand weder von der Gewalt der Cops noch von den Repressionen des Staates abhalten. Wir werden nicht schweigen. Wir werden die Heuchelei dieses Staates, seine Gewalttätigkeit offen anklagen und rufen alle Antifaschist:innen dazu auf, Solidarität mit dem Genossen zu zeigen!

Kampf ihrer Klassenjustiz!

Kommt am 08.06. um 10 Uhr zum Amtsgericht Hammelgasse 1 zum Saal 16_E und zeigt eure Solidarität gegen ihre Repression!