Selbstverteidigung ist unser Recht! Am 25. November auf die Straße!

Am internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, dem 25. November, gehen Frauen in Massen für ihre Befreiung auf die Straße. Frauen erleben täglich Gewalt, in Form von sexuellen Übergriffen, Vergewaltigungen oder Femiziden, ob in der Schule oder im Betrieb, im Freundeskreis oder der Familie, ob auf offener Straße von Fremden oder hinter verschlossenen Türen von ihrem Partner. Die Lebensrealität der Frau ist geprägt von ungleicher Bezahlung und Mehrfachbelastung durch unbezahlte Hausarbeit. 

Im Durchschnitt wird jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens geschlagen, vergewaltigt oder erfährt anderweitig patriarchale Gewalt. Gleichzeitig werden wir, egal wohin wir schauen, mit sexistischer Werbung, Musik und Berichterstattung bombardiert. Unsere Körper und unsere Arbeitskraft werden weiterhin ausgebeutet und zur Ware gemacht.

Das Jahr 2021 war in zahlreichen Ländern geprägt von aggressiven staatlichen Angriffen auf die Rechte der Frauen. Aber andererseits beobachten wir auch massiven Widerstand: Ob in der Türkei, in Mexiko, in Afghanistan, in Polen oder im US-Bundesstaat Texas, überall wo bürgerliche Staaten die Rechte der Frauen beschneiden wollen, stehen unsere Schwestern auf und stellen sich dem entgegen. Auch hier in Deutschland gilt es antifaschistische Kämpfe von Frauen anzuerkennen, als das, was sie sind: Frauen, die sich nicht nur als Antifaschist:innen, sondern auch als Frauen Selbstverteidigen und ihre Befreiung selbst in die Hand nehmen wollen.
Der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen ist besonders in diesem Jahr ein willkommener Anlass, sowohl an die Brutalität der Frauenunterdrückung zu erinnern als auch die Notwendigkeit einer Frauenrevolution zur Überwindung des Patriarchats hervorzuheben.

In diesem Jahr gehen wir unter dem Motto „Selbstverteidigung ist unser Recht!“ auf die Straßen, denn egal, ob gegen Partnerschaftsgewalt oder Gewalt von Faschisten auf der Straße: Frauen verteidigen sich und kämpfen für ihre Selbstbestimmung. Es ist an uns, die internationale Öffentlichkeit bestmöglich zu nutzen, um diesen Tag als Jahrestag des internationalen revolutionären Kampfes der Frauen gegen das Patriarchat bekannt zu machen.

Wie am 25. November 2014, wo alle Augen der Welt auf die Frauenrevolution in Rojava gerichtet waren, werden wir Frauen uns selbst organisieren, die Täter zur Rechenschaft ziehen und uns schließlich selbst vom Patriarchat befreien. Auf zum Kampf!