Die Gefallenen der Revolution und des Sozialismus leben fort in unserem Kampf.


Der November ist der Monat, der als Monat der Gefallenen gilt. Warum es überhaupt wichtig ist zu gedenken, möchten wir euch in diesem Text ein wenig näher bringen. Es gibt einen schönen Spruch, der uns immer wieder an die Gefallenen erinnert: „Unsterbliche sind Lichtquellen, die die Dunkelheit durchdringen und gleichzeitig auch ein Aufruf zum Mut sind!“

Der Monat November ist der Monat, in dem wir uns mit unseren Gefallenen Genoss:innen treffen. Sie haben ihr Leben geopfert, damit Arbeiter:innen, Frauen, LGBTI+ Personen, Jugendliche, Arme und unterdrückte Völker, Freiheit, soziale Gerechtigkeit, ein würdiges Leben und Glück erlangen können. Revolutionärinnen sind Menschen, die sich die Aufgabe setzen, die Zukunft umzusetzen. Sie verstehen die Gesetze und versuchen, einzugreifen, „Frauen und Herren über die Gesetze zu werden“.

Im Gegensatz zum „Sterben“ als physischer und biologischer Zustand beschreibt die „Unsterblichkeit“ einen politisches und gesellschaftliches Moment. Jemand, der Existenz lediglich auf „Dasein“ und „Nichtsein“ reduziert, kann die „Unsterblichkeit als politisch-gesellschaftliches Moment“ nicht verstehen. „Unsterblichkeit“ ist keine esoterische Verbundenheit zum „Toten“ oder die Parole „sie sind unter uns“ beschreibt keine Geister, die sich in unseren Räumen befinden und uns nicht allein lassen.

„Unsterblichkeit“ ist Ausdruck des kontinuierlichen Verlaufs der Geschichte der Gesellschaften als Geschichte von Klassenkämpfen. Klassenkämpfe und Revolutionen sind letztendlich Kämpfe zwischen Menschen, die eine Rolle in der Gesellschaft haben ausgehend von ihrer Position in der Produktion. Es sind die Menschen, die Geschichte schreiben, aber die Entwicklung der Geschichte richtet sich nach Gesetzmäßigkeiten, denen der „aktuelle“ Mensch unterworfen ist. Der Kommunismus ist nichts anderes als die Befreiung des Menschen von dieser Unterwerfung.

Che entgegnet den „Tod“ mit den Worten: „Ich weiß, dass du gekommen bist, um mich zu töten. Schieß, du Feigling, du tötest nur einen Menschen.“ Das ist die materielle Grundlage für den gesellschaftlich-politischen Zustand der „Unsterblichkeit“. Der Mensch als „lebender Organismus“ kann „getötet“ werden, dem Menschen kann das „Leben genommen werden“, aber dann hat der Feind „nur“ einen Menschen getötet, die Revolution als gesetzmäßige Entwicklung aber „lebt weiter“.
„Unsterblichkeit“ kann sich aber nur realisieren, wenn sie mit den Fragen und Aufgaben der gesellschaftlichen Entwicklung übereinstimmt. Gramsci hatte gesagt, dass die „alte Welt stirbt“. Die Unsterblichkeit der Streiter*innen der „alten Welt“ kann nur so weit führen, bis die „alte Welt“ lebt. Dies ist der Grund warum der Vorreiter des Sklavenaufstands Spartakus noch heute unsterblich ist, weil der Inhalt seines „Lebens“, der Kampf für ein gerechtes und befreites Leben noch eine Frage der Zukunft ist.

Die Gefallenen haben ihr Leben der Revolution und dem Sozialismus gewidmet und auf diesem Wege heldenhaft gekämpft. Sie haben, wie Marx sagte, den Stand gewählt, in dem sie am meisten für die Menschheit bewirken konnten. Ihre Verbundenheit und Überzeugung an die Sache haben sie bewiesen, in dem sie dem Tod ins Gesicht lachten, in dem sie ihr Leben gaben für die erhabene Sache des Sozialismus und des Kommunismus, für die sie kämpften.

Ihnen gedenken bedeutet ihre kommunistische Kampftradition zu verinnerlichen und weiterzuentwickeln. Ihnen gedenken wir, in dem an der vordersten Front gekämpft wird, wie von Hüseyin Demircioglu, in dem unsere rote Fahne in den Folterkammern hochgehalten wird, wie von Hasan Ocak und Süleyman Yeter, in dem wir international kämpfen wie Ivana Hoffmann, in dem wir wie Abuzer Cat, Tuncay Yildirim und Hüseyin Kayaci den Feind in seinen Folterkammern besiegen. Ihnen gedenken bedeutet den Kampf für die Revolution und den Sozialismus, ununterbrochen weiter- und zum Sieg zu führen. 

Im letzten Brief von Ivana Hoffmann, schrieb sie, dass sie wenn sie zurückkommt ihre Genoss:innen, ihr Umfeld, mit ihrem Kampfgeist und Willenskraft anstecken möchte, dass sie wie die schönsten Lieder sein und jeden in ihre Bann ziehen wird. Dass sie eine Guerilla voller Hoffnung und Nächstenliebe wird. Lasst uns den Wunsch von Ivana verwirklichen und ihre Willenskraft weitertragen. Lasst uns an alle revolutionären Gefallenen gedenken, in dem wir ihren Kampf entschlossener den je weiterführen. Lasst uns aus dem Leben unserer Gefallenen lernen, um ihren Kampf und ihr Leben den heutigen Generationen, der Arbeiter:inneklasse und den Werktätigen zu übermitteln. Es gibt kein anderes Maß an Verbundenheit, als weiterhin die Fahne der Revolution zu schwenken und die revolutionäre Aktionen zu stärken.  „Die Fahne, die niemals fällt“ funktioniert nur mit Menschen, die die Fahnen von den „Gefallenen“ übernehmen. Die „Unsterblichkeit“ ist ein Ausdruck davon, dass Menschen wissen, dass es Menschen gibt, die die Fahne übernehmen und übergeben. Lasst uns dies an alle Genoss:innen, die auf dem Weg zur Revolution und zum Sozialismus gefallen sind versprechen!

Für mehr Theorie zu revolutionärer Unsterblichkeit lest den Artikel „Unsere Gefallenen sind unsterblich“ erklärt