Zum Inhalt springen

Solidarität mit dem Palästina-Block! Wir lassen uns weder einschüchtern noch spalten!

Es ist der 14.01.2023. Wie jedes Jahr um diese Zeit, reisten aus ganz Deutschland linke, revolutionäre, sozialistische und kommunistische Organisationen und Parteien an, um Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht und Wladimir Iljitsch Lenin zu gedenken. Wer hätte um 10 Uhr am Frankfurter Tor erwartet, dass wir später im Nebel aus Pefferspray stehen, ein Genosse einen Herzinfarkt bekommt oder ein anderer mit gebrochenen Knochen im Krankenhaus landet?

Schon seit Beginn der Demonstration provozierte die Polizei immer wieder mit übertriebener Begleitung palästina-solidarische Blöcke. Während wir gemeinsam durch Berlin liefen, griff die Polizei dann irgendwann doch den Palästina-Block, der von Migrantifa Rhein-Main, der Kommunistischen Organisation und der Revolutionären Linke organisiert wurde, an. Der Grund seien angeblich verbotene Parolen gewesen. Die Videos sprechen für sich: Bullen präsentieren ihr lächerliches Schattenboxen, schleppen Genossen über den nassen Boden, schlagen in die Blöcke revolutionärer Jugendlicher, prügeln ein bis der Kiefer und die Wangenknochen gebrochen sind. Von der Migrantifa bis zum Revolutionären Jugendbund – der Angriff zielte deutlich auf jene ab, die ihre Palästina-Solidarität trotz der Repressionen, der Hausdurchsuchungen und Verbote auf die Straße getragen haben – oder gerade deswegen. 

Zwischendurch sprach es sich herum, dass die Demoorganistion die Palästinablocks ausschließe. Diese feige Lüge der Polizei hatte den Sinn uns zu spalten. Der gesamte Angriff hatte die Funktion, unsere Palästina-Solidarität zu brechen und vor allem die Demonstration zu spalten – in gut und schlecht. Sie haben erwartet, dass der Rest der Demonstrationen sich „distanzieren“ wird, aber das Gegenteil war der Fall: Ganze Blöcke rannten zurück, die fortschrittlichen Gruppen rannten zu den festgenommenen und verletzten Genoss:innen, stellten sich in Ketten gegen die Polizei. Trotz aller Unterschiede standen Tausende Jugendliche hinter den Genoss:innen. Während wir Pfefferspray ins Gesicht bekamen, rumgeschubst wurden, geschlagen wurden, blieb die Solidarität und Moral oben. Das Video des schwerverletzten Genossen vom Revolutionären Jugendbund, in dem er mit Blut und Brüchen im Gesicht zwischen Bullen und Sanitäter:innen noch eine politische Rede hielt, ist die Symbolik des unermüdlichen Widerstandes an diesem Tag.

Nachdem die Situation sich entspannt hatte, liefen die verschiedenen Organisationen und Parteien Seite bei Seite rufend und singend zum Friedhof der Sozialist:innen. Die Stimmung war noch kämpferischer, noch entschlossener und noch widerständiger. Aber weil es bisher nicht gereicht hat, wurden im Anschluss der Demonstration, die sich zwei im Hungerstreik befindenden Genossen von Dev-Genc festgenommen. 

Diese Solidarität und die steigende Anzahl Jugendlicher ist ein Zeichen dafür, dass die Jugend keineswegs hoffnugslos ist. Wir sind dazu bereit, vieles aufzuopfern. An diesem Tag hat die antiimperialistische Bewegung gezeigt: Ein Angriff auf einen, ist ein Angriff auf uns alle! Der Wunsch um eine gemeinsame revolutionäre Jugendbewegung wird immer größer und größer und die Notwendigkeit immer klarer. Lasst uns aus diesem Tag Lehren und Kraft schöpfen und ins neue Jahr starten! Lasst uns die Solidarität stärken. Seit Wochen zeigt dieser Staat sein zionistisches, rassistisches, repressives hässliches Gesicht. Mit jedem Angriff aber, werden wir noch solidarischer beieinander stehen, noch entschlossener kämpfen. Gestern waren es die revolutionären Frauen, heute war es der Palästina-Block, morgen könnte es uns treffen. 

Wir wünschen allen verletzten Genoss:innen gute Genesung. Solidarität mit dem Palästina-Block! Wir lassen uns weder brechen noch spalten!

Viva, Viva Palästina!